Die Landkarte von Baden-Württemberg mit allen Orten, an denen Lots*innen leben

Kirchzarten

Melanie Hildmann

Aalen

Jonas Beck

Sontheim-Brenz

Ulla Kenntner

Bernstadt

Angela Rubens

Schorndorf

Ellen Keune

Mannheim

Karin May-Wedig

Heidelberg

Sabine Wonka

Herrenberg

Elias Ballbach

Waldenbuch

Markus Döller

Ludwigsburg

Ellen Keune

Harald Kersten

in Tübingen

Bild: Ein Portrait von Harald Kersten

Bild: Karte von Baden-Württemberg mit Markierung in Tübingen

kersten@lotsinnen-bw.de

Zu meiner Person

Geboren 1950 in Grefrath bei Krefeld, angeborener Grauer Star und Nystagmus, Operation im ersten Lebensjahr, Sehfähigkeit auskorrigiert 10 % auf dem besseren Auge, verheiratet.

Besuch der Waldorfschule; Studium Jura, Schulpädagogik, Deutsch, Englisch, Arbeit in der Erwachsenenbildung mit Literaturveranstaltungen aller Art.

1983 kurzzeitig Arbeit in einer Sehbehindertenschule, erster Kontakt mit einer Sonderschule, zuerst sehr angetan, schnell und nachhaltig ernüchtert. So mobil und selbständig in der Bewegung in und der Auseinandersetzung mit der ganzen gesellschaftlichen Wirklichkeit, wie ich es bin, wäre ich in einer Sonderschule nie geworden. Eine sehr wichtige Grundlage dafür war eine grundsätzliche Willkommenskultur in der Krefelder Waldorfschule auch schon in den 50er Jahren, und das ohne auch nur einen sonderpädagogisch qualifizierten Lehrer.

Ab 1997 erstmals Engagement für andere Menschen mit Behinderung, in - Nordrussland. Bei einem Lehrauftrag für Literatur an der Universität von Tübingens russischer Part-nerstadt Petrozavodsk lernte ich über eine Studentin eine Sehbehindertenschule kennen, die weit hinter der Zeit war, sie hatte noch keinen Computerunterricht, essentiell für Blinde und Sehbehinderte. Aussstattung der Schule durch große Spendenaktion in Tübingen und Einführung des Computerunterrichts in harter Auseinandersetzung mit der korrupten Schulleitung und dem karelischen Schulministerium. Später mit einem Tübinger und Petrozavodsker Expertenteam Einführung der ersten Arbeitsvermittlung speziell für Menschen mit Behinderungen - auf zivilgesellschaftlicher Grundlage mit Unterstützung der Aktion Mensch und vor allem der Werner-Peter Schmitz-Stiftung.

Seit 2003 zunächst für die Arbeit in Petrozavodsk Mitarbeit im Forum Inklusion (früher Koordinationstreffen der Tübinger Behindertengruppen), der vereinsübegreifenden Inte-ressenvertretung der Menschen mit Behinderungen in Tübingen, auch staatlich finanziell unterstützt.

Seither auch Interessenvertretung der Menschen mit Behinderung hier, heute als einer der Sprecher der LAG Behindertenpolitik von Bündnis 90. Die Grünen Baden-Württem-berg, im Tübinger Stadtverbandsvorstand zuständig für Fragen der Inklusion; Grün-dungsmitglied der LAG Behindert in Baden-Württemberg, von beiden LAGn aus Mitarbeit am neuen Landesbehindertengleichstellungsgesetz in Baden-Württemberg – einige Dinge sind sogar übernommen worden.

Mein Ziel als Lotse

Politische Motivation und Orientierung für die selbstbestimmte Interessenvertretung von und für Menschen mit Behinderungen vermitteln; persönliche Erstorientierung für die Wahrnehmung von Unterstützungsangeboten, Konfliktbewältigung und Beseitigung von Diskriminierungen geben.

Das Lots*innen Netzwerk ist ein Projekt des ZsL Stuttgart und wird gefördert im Rahmen des Programms "Inklusionsbegleiter" der Baden-Württemberg Stiftung in Kooperation mit der Lechler Stiftung.